Unsere Kirchengemeinde stellt sich vor

Die Evang. Kirchengemeinde Möhringen / Emmingen-Liptingen besteht aus vier Teilorten (Möhringen, Möhringen-Vorstadt, Emmingen und Liptingen), die unter einem Pfarramt verbunden sind und ihren Kirchengemeinderat gemeinsam wählen. Außer in Liptingen steht in jedem Gemeindeteil ein Kirchengebäude bzw. ein Gemeindehaus zur Gestaltung des Gemeindelebens zur Verfügung.

Sie erreichen die Kirchen bzw. das Gemeindehaus unter folgenden Andressen:

Kreuzkirche Möhringen, Am Mühlberg 16, 78532 Tuttlingen-Möhringen

Friedenskirche Emmingen, Erich-Stärk-Str. 6, 78576 Emmingen-Liptingen

Vorstadt Gemeindehaus, Unter Jennung 17, 78532 Tuttlingen-Möhringen

Die Geschichte der Kreuzkirche Möhringen

1806 Möhringen kommt zum Großherzogtum Baden und gewinnt damit die Religionsfreiheit. Bei einer Volkszählung 1825 werden 4 Evangelische unter 1069 Katholiken gezählt. Langsam aber stetig wächst die kleine Schar und feiert – gut hundert Jahre später – vierzehntägig Gottesdienste in unterschiedlichen Räumlichkeiten des „Städtle“.

Das Kriegsende führt viele Evangelische nach Möhringen, die Gemeinde erhält deutlichen Zuwachs und verstärkt die Bemühungen um einen eigenen Kirchraum. Am 1. Februar 1950 wird das ehemalige Wasserkraftwerk für 25.000 DM von der Stadtgemeinde erworben und mit geringen Mitteln zur Kirche umgestaltet. 1952 wird die erste evangelische Kirche in Möhringen eingeweiht.

Anfang der 60er Jahre erfolgt ein erster Ausbau mit Sakristei, Nebenräumen und einem freistehenden Glockenturm mit drei Glocken. Bei der Wiedereröffnung erhält die Kirche den Namen „Kreuzkirche“.

Die Besiedlung der Möhringer Vorstadt in den kommenden Jahrzehnten lässt die Gemeindegliederzahl auf über 1.000 klettern. Bislang als Filialort vom Pfarramt in Immendingen mitversorgt, schließen sich 1981 Möhringen und die Vorstadt mit Emmingen ab Egg zu einer eigenständigen Gemeinde zusammen. 1989 kommt als vierte Ortschaft Liptingen hinzu.

Nachdem seit Sommer 1983 der erste ständige Pfarrer in der Gemeinde seinen Dienst antritt, wird für den weiteren Gemeindeaufbau nach einem Treffpunkt in der  Vorstadt gesucht. In kurzer Bauzeit entsteht 1984/85 ein Gemeindehaus mit angeschlossenem Pfarrhaus. Das Gemeindehaus wird von der Stadt Tuttlingen mitfinanziert und bis heute mitgenutzt.

2003 fand ein zweiter Um- und Ausbau der Kreuzkirche statt. Der Altarraum wurde deutlich vergrößert und neu gestaltet, der Fußboden wurde gefliest und eine Fußbodenheizung installiert. Die großen Fenster sorgen jetzt für viel Licht und lassen den Gottesdienstraum bei Sonnenschein hell erstrahlen.

Die Geschichte der Friedenskirche Emmingen

Im Jahr 1951 werden unter den 981 Einwohnern in Emmingen ab Egg 73 Evangelische gezählt.

Auch sie gehören zum Kirchspiel Immendingen und werden vom dortigen Pfarramt mitversorgt.

Die Anfänge des evangelischen Gemeindezentrums reichen bis in das Jahr 1970 zurück, als vom badischen Oberkirchenrat die Genehmigung eingeholt wird, einen Bauplatz für einen späteren Kirchenbau zu erwerben. 

In den folgenden Jahren werden große Bazare und Gartenfeste organisiert, um finanzielle Mittel für das Bauvorhaben zu sammeln. Gleichzeitig werden unterschiedliche Baumöglichkeiten sondiert. Unter anderem wird ein Gemeindehaus in Fertigbauweise in Erwägung gezogen und in Schömberg bei Balingen besichtigt. 

Im Jahr 1977 schließt sich, infolge der Kreis- und Gemeindereform, die Kirchengemeinde Immendingen mit ihren Filialgemeinden der Landeskirche in Württemberg und  damit dem Kirchenbezirk Tuttlingen an. Am 1. Januar 1981 vereinen sich die Ortschaften Möhringen und Emmingen, wo inzwischen 420 evangelische Bürgerinnen und Bürger leben, zu einer eigenständigen Kirchengemeinde.  Im gleichen Jahr, am 12. Juni 1981, erfolgt der erste Spatenstich für das lang ersehnte Gotteshaus. Der Oberkirchenrat in Stuttgart hatte zuvor ein Architekturbüro aus der Landeshauptstadt mit der Planung und einen örtlicher Architekten mit der Bauleitung beauftragt. 

Der Bau geht auch zügig voran, so dass im gleichen Jahr das Richtfest und die Grundsteinlegung  gefeiert werden können. Bei der Grundsteinlegung wird eine Kassette mit Münzen, Zeitungen und zeitgeschichtlichen Beilagen eingemauert. In der Urkunde im Grundstein ist zu lesen:

„Möge uns Gott in seinem Erbarmen den irdischen Frieden erhalten. Möge er die Ohren und Herzen der Menschen für sein Wort öffnen, daß wir die uns gegebene Gnadenfrist nicht versäumen. Möge er alle Christen dazu frei machen, in brüderlicher Gemeinschaft und in Werken des Friedens, der Barmherzigkeit und der Liebe miteinander zu leben.“

Im Jahr darauf wird das Gemeindezentrum eingeweiht. Es erhält später den Namen „Friedenskirche“.